Sie befinden sich hier:Kulturelles ErbeDigitales Kulturerbe
Bookmark and Share

Digitales Kulturerbe

Neben dem Virtuellen Tourismus steht das Digitale Kulturerbe im Vordergrund. Denkmäler unserer Geschichte und Kultur sind mit die kostbarsten Schätze, die es gibt. Sie zu schützen, sollte Aufgabe und Pflicht jeder Generation sein.

 

Vermaschungsergebnis vom Scan des Thronsaals

Spricht man von Bedrohung der Kulturgüter, denkt man in erster Linie an spektakuläre Ereignisse, wie man sie aus den Nachrichten kennt. Naturkatastrophen und Terror sind derartige Gefahren. Ein Beispiel hierfür ist ein Meteorit, der im Jahr 2002 nur knapp das Schloss Neuschwanstein verfehlte. Aber auch der Alltag strapaziert die kulturellen Schätze: Beispielsweise sorgen Umwelteinflüsse sowie Touristenmassen für Abnutzung an Boden, Wänden und Gemälden.

Es wird deutlich, dass der reale Denkmalschutz durch einen virtuellen Denkmalschutz ergänzt werden muss. Durch die Rekonstruktion der bayerischen Sehenswürdigkeiten bleiben diese der Nachwelt für immer erhalten.

Die vorhandenen Technologien bieten nicht nur die Möglichkeit, existierende Denkmäler virtuell zu rekonstruieren, sondern erlauben es auch, Sehenswürdigkeiten erlebbar zu machen, die es in der Realität gar nicht (mehr) gibt. Damit dient das Virtuelle Bayern seinen Benutzern nicht nur als Inspiration für reale Besichtigungen von existierenden Touristenzielen in Bayern, sondern ist auch eine einzigartige Gelegenheit nicht verwirklichte Projekte auf dem Bildschirm real werden zu lassen. Mittlerweile gibt es beim Virtuellen Bayern fünf Kategorien:

  • existierende Baudenkmäler, ggf. inklusive nicht öffentlich zugängliche Räume (Königsschlösser, Kirchen wie Andechs und Wieskirche, Befreiungshalle etc.)
  • nicht realisierte Baupläne und technische Projekte, z.B. die des Märchenkönigs Ludwigs II. (Planungen für Schloss Neuschwanstein, Falkenstein, chinesisches und byzantinisches Schloss, frühe Luftschiff-Entwürfe, geplante Seilbahn über den Alpsee)
  • begonnene, aber nicht fertig gestellte Bauprojekte     
    (z.B. Ritterbad in Neuschwanstein)
  • nicht mehr existierende, weil inzwischen zerstörte Architekturen (z.B. Wintergarten auf der Münchener Residenz)
  • virtuelle Komplettierung von zerstörter und nur teilweise wiederhergestellter Architektur (z.B. Allerheiligen-Hofkirche in München)